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27. April – Heute geht es los – Norddeutsche Meisterschaften im Stadionbad.

Ich darf diese 3 Tage als Sprecherin direkt am Beckenrand miterleben. Eigentlich hat der Wettkampf für mich schon ein paar Tage eher begonnen. So eine Meisterschaft mit mehr als 800 Teilnehmern und etwa 2.500 Starts sowie Vor- und Finalläufen ist ganz schön aufwendig.

Nun, heute ist Freitag und es geht um 14 Uhr mit dem Wettkampf los. Ich bin gegen 9 Uhr in der Schwimmhalle, um alles aufzubauen und vor allem zu testen, denn ich bin zum ersten Mal mit neuer Technik unterwegs. Ist die Musik zu laut oder zu leise? Funktionieren die Mikrofone? Nachdem das alles inclusive Abstecher zum Elektronikfachmarkt erledigt ist, habe ich die fast einmalige Chance ein paar Fotos von der komplett leeren Schwimmhalle zu machen.

Kurz nach dem Mittag wird es voll in der Halle. Die ankommenden Schwimmer müssen sich Plätze suchen, Stühle aufstellen, eine Bahn zum Einschwimmen finden und sich in der zum Teil fremden Halle orientieren – auch ich muss umdenken, denn einige bekannte Wege sind gesperrt.

Nach offizieller Begrüßung geht es endlich richtig los. Läufe aufrufen, Siegerehrungen durchführen, Finalqualifikationen verlesen und die Abmeldefristen im Auge behalten, Fragen beantworten und immer dem Ablauf im Wettkampfbecken folgen – Musik an, Musik aus, Siegerehrungs-Fanfare – nicht in Startvorgang reinquatschen. Das macht viel Spaß ist aber auch ganz schön ermüdend.

Gegen 21 Uhr falle ich ins Bett.



28. April, 6:30 Uhr:
 mein Wecker – oh Mann, es ist Samstag – egal.

Der heutige Tag wird der längste und damit der anstrengendste sein. Vormittag wieder Vorläufe und kurz vor der Mittagspause ein Highlight: Rekordversuch von W98 über 4 x 50m Brust. Der Rekordversuch gelingt und die alte Zeit wird um über 2 Sekunden verbessert. Das erste Mal ist richtig Stimmung in der Halle.

Am Nachmittag gibt es die ersten Finalläufe – Einmarsch mit Musik – Vorstellung der Teilnehmer – Siegerehrung. Diese zum Teil wenigen Sekunden sind aufwendig in mehreren Stunden vorbereitet – Recherche in alten Protokollen der vergangenen Jahre und diversen Ergebnisdatenbanken. Das Sprecherteam ist aber indessen hervorragend abgestimmt und wir haben viel Spaß bei der Arbeit. Die Stimmung im Kampfgericht generell ist sehr gut.



29. April, 6:30 Uhr:
 Nein, wir sind hier nicht im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Am Vormittag stehen wieder Vorläufe auf dem Programm, heute sind es vor allem 100m Strecken und damit ist zwischendurch viel weniger Zeit Siegerehrungen durchzuführen und alle wichtigen Dinge durchzusagen. Trotzdem geschafft – reden wir halt ein bisschen schneller.

Der Nachmittag mit den Finals ist recht schnell vorbei. Kurz vor 15:00 Uhr sind wir mit dem Wettkampf fertig. Jetzt wird noch abgebaut. Irgendwie habe ich meinen ganzen Kram wieder in meine Taschen verstaut und kann mich auf den Weg nach Hause machen.


Fazit: drei schöne Tage mit 2 lieben Sprecherkollegen und jeder Menge netter Menschen liegen hinter mir. Vom Wettkampf selbst habe ich leider sehr wenig mitbekommen. Die Ergebnisse kenne ich fast nur aus dem Protokoll, es sei denn, die Schwimmer haben einen Platz auf dem Siegerpodest erreicht.