Was sind Kampfrichter eigentlich?
Für einen Wettkampf im Schwimmsport wird zunächst einmal ein Schiedsrichter benötigt, wie bei vielen anderen Sportarten auch. Und genau wie bei vielen anderen Sportarten auch passieren bei einem Schwimmwettkampf zu viele verschiedene Dinge gleichzeitig als das ein einziger oder auch mehrere Schiedsrichter sie alle im Auge behalten könnten.
Um einen Schiedsrichter bei seiner Arbeit, der Durchführung eines Wettkampfes, zu unterstützen und damit einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, werden Kampfrichter benötigt.
Der DSV (Deutscher Schwimmsport Verband) hat sich dazu sehr genau überlegt welche Aufgaben bei der Durchführung eines Wettkampfs in die Hände von Kampfrichtern gelegt werden.
| Kampfrichter | Aufgabe | Mindestalter | Anzahl |
|---|---|---|---|
| Zeitnehmer (ZN) | – stoppen und notieren der Zeiten – Kontrolle der Reihenfolge bei Staffeln – Funktion des WR bei Wenden | 14 Jahre | 8 1) |
| Wenderichter (WR) | – beobachten die korrekte Ausführung der Wenden | 14 Jahre | 4 1) |
| Zielrichter (ZR) | – Feststellung des Zieleinlauf – Kontrolle der Ablösung bei Staffeln | 14 Jahre | 3 |
| Schwimmrichter (SR) | – beobachtet ob die Wettkampfbestimmungen während der Schwimmstrecke eingehalten werden | 14 Jahre | 2 |
| Starter (ST) | – führt den Startvorgang durch | 16 Jahre | 1 |
| Auswerter (AW) | – kontrolliert die gemessenen Zeiten und die Zieleinläufe – legt ggf. die Zeiten fest – Überprüft auf Rekorde | 16 Jahre | 1 |
| Sprecher (SPR) | – Aufruf der Schwimmer – Informationen über Abläufe und Ergebnisse | 16 Jahre | 1 2) |
Das sind viele Aufgaben die auf viele Schultern verteilt werden müssen.
Für einen Wettkampf in einen Schwimmbad mit 6 Bahnen werden neben einem Schiedsrichter noch 20 weitere Personen als Kampfrichter*innen benötigt.
1) Mindestanzahl bei Wettkämpfen auf 6 Bahnen.
2) Der Sprecher muss kein lizenzierter Kampfrichter sein.
Woher kommen die Kampfrichter?

Jeder Verein verpflichtet sich mit der Anmeldung zu einem Wettkampf, eigene Kampfrichter zur Verfügung zu stellen. Wie viele das sind, hängt von der Anzahl der gemeldeten Schwimmer bzw. der Anzahl der Starts ab, die der Verein meldet. Das sind in der Regel zwischen ein und drei Personen, die zu jedem Wettkampf neben den Trainern und Betreuern zusätzlich als Kampfrichter eingeplant werden müssen. Sie sind fester Bestandteil eines jeden Wettkampfes, der ohne sie gar nicht ausführbar wäre. Deshalb gilt die Bereitstellung von Kampfrichtern für die Vereine als Verpflichtung und sofern ein Verein diese Verpflichtung nicht erfüllt, wird dies mit empfindlichen Strafgebühren belegt.
Auch hier gilt der Grundgedanke der einen Verein trägt, nämlich die Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen. So sind die Aufgaben für den einzelnen gering und der Spaß am Schwimmsport bleibt nicht auf der Strecke.
In der SGS haben wir im Moment etwa 30 ausgebildete Kampfrichter, trotzdem sind wir stets bemüht neue Leute die Spaß am Schwimmsport haben zu gewinnen.
